Dokumentation: Rundgang 2019

 

28.-29.6.2019
Fotos von: Bertram Galeas Verdezoto
Texte der Studierenden zu ihren Arbeiten

Mein Opa – Jennifer Eder

Mein Opa – Illustrationen

„Ein Mädchen wohnte jahrelang unter einem Dach mit ihrem Opa – ihre Cousine hingegen kannte ihn kaum. Allerdings änderte sich dies 10 Jahre nach seinem Todestag, als sie von ihrer Verwandten einen Text über den gemeinsamen Großvater zugesandt bekam, aus dem sie eine Graphic Novel erstellte.“

Mein Opa – Buch & Detailansicht

 

Mein Opa – Innenansicht

 

Conscious Rap – Lisa Nimmervoll

Conscious Rap – Ausstellungsansicht

„In diesem Essay liegt der Fokus auf den Vergleich von den aktuellen Einflüssen auf den Deutschen Hip Hop mit den damaligen Einflüssen zu Beginn des Hip Hop in den USA und die jeweiligen Reaktionen dieser Kultur auf diese Einwirkungen. Dazu wird besonders die soziokritischen und politkritischen Ausdrucksweise des Hip Hop unter die Lupe genommen, also vor allem das Subgenre Conscious Rap. Eine didaktische Ausarbeitung des Themas wird ebenso aufbereitet.“

 

LISTENING STATION

mit-hören – Der Sound von Dingen – Yara Bartel
„Die Kommunikation zwischen Objekten und dem Menschen sind oftmals auditiv wahrnehmbar. Durch Bewegungen dehnen sie sich hörbar im Raum aus und das analytische Hören lässt uns im Sound Dinge erkennen. Das Projekt beschäftigt sich inhaltlich mit dem Sound von Objekten und Dingen. Vor allem Geräusche und das Rauschen stehen im Vordergrund. Das zu hörende Rauschen verkörpert das Mithören oder Beobachten des Sounds. Die Interpretation einer Geschichte ist frei.“

Developement of speech – Lukas Vincent Walcher
„Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Sprache. In einem Zeitraum von 2 Monaten begleitete ich meinen 2 jährigen Sohn mit dem Aufnahmegerät und sammelte seine Sprechversuche und ersten Worte. Die daraus gewonnenen Sequenzen wurden zu einer freien Komposition zusammengestellt. Alle in diesem Track hörbaren Sounds sind aus seiner Stimme extrahiert und wurden je nach Klangbild rhythmisch oder melodisch neu zusammengesetzt.“

Werbeblock – Bertram Verdezoto Galeas
„Werbung bedient sich einfachen Konditionierungsmustern. Durch die ständige Wiederholung von Werbesujets, bedingt durch die zeitliche Begrenzung von auditiven und audiovisuellen Spots, kann sich eine Werbebotschaft unterstützt durch einprägsame Melodie und / oder Tonfolgen in unser Gehirn „einbrennen“. So generieren die ebenfalls ständig wiederholten Werbeblöcke bei uns Rezipient*innen „unvergessliche“ Werbemomente. Meinen eigenen Sprach-, Musik-, Klang- und Soundprägungen auf der Spur, versuche ich Werbeslogans meiner Kindheit und Jugend neu zu arrangieren und zu „chiffrieren“. Archivierte Werbung in ein neues musikalisches Umfeld, den „Sound-Teppich“, (ver)knüpfen und so vertraute werbetextliche Irritationen zu kreieren ist das Ziel.“

Listening Station

 

Während des Rundgangs

Soundtagebuch – Jennifer Eder

Soundtagebuch – Detail

„Die Arbeit zeigt Darstellungen von Gehörtem und Gefühltem, nicht aber von Gesehenem. Über zwei Monate hinweg entstanden 25 Bilder in 25 unterschiedlichen Situationen. Das Soundtagebuch ist ein experimenteller Weg und Versuch, sich dem Medium Sound anzunähern.“

3 Guys in a Kitchen – Lena Pöschko

3 Guys in a kitchen

„Musikvideo (Arrow – half•alive) nachvertont mit vorhandenen Umgebungsgeräuschen.“

DGD 7000 – Lena Klausriegler

D.G.D. 7000

„Mit dem Herzschlag Sensor KY-039 wird der Puls gemessen. Dieser erkennt eine zu hohe Frequenz, wenn der Träger beispielsweise unter Stress steht. Das Signal des Herzschlagsensors erreicht den GRV Vibrationsmotor, welcher 10 Sekunden lang vibriert, Druck ausübt und so den Stresspunkt zwischen Daumen und Zeigefinger aktiviert. Die/der TrägerIn des D.G.D. 7000 wird somit durch Druck von Druck befreit.“

multi language translator – Lisa Nimmervoll

multi language translator

„Ein erweitertes Kommunikationsmodell mithilfe von Technologie wird präsentiert. Sprachbarrieren sollen damit überwunden werden.“

!!! TRANS POWER !!! – Christoph Flattinger

Hier QR Code scannen, um das Video zu sehen!

„In zynischer Anlehnung zu diversen Invention/StartUp-Scams, nimmt dieses als Promotion-Video getarntes Bewegbild-Werk nicht nur den/die (Möchtegern-) Elon Musk(s) aufs Korn, sondern bewegt neben den Denk- auch die Lachmuskeln zu den Themen Cyborg/Menschlichkeit/Vermarktung/Kritik.“

LED-leuchte – Shari Keplinger

LED-Leuchte

 

Der Selbstreflexionsdetektor – Yara Bartel

Selbstreflexionsdetektor – Prototyp

„Die Selbstreflexion – die Fähigkeit über sich selbst nachzudenken – ist ein hilfreiches Mittel über sich selbst mehr zu erfahren. Dieser Detektor zielt darauf hin, diese Fähigkeit zu unterstützen. Dieses Gerät misst Gedanken, Erwartungen und Wahrnehmungen und unterstützt hier die aktive Selbstreflexion. Die Daten werden in der zugehörigen App gespeichert und sind jederzeit abrufbar. Das Projekt entstand im Gedanken über Attribute eines Cyborgs, ein Wesen zwischen Mensch und Maschine.“

I ́m a Cyborg, But That ́s OK! – Bertram Verdezoto Galeas

I’m A Cyborg, But That Is OK! – Artistic Research

„Der südkoreanische Film aus dem Jahr 2006 ist Titelgeber meiner Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Thema: Cyborg. Der Film greift gleich ein umstrittenes Thema auf: Was ist ein Cyborg eigentlich?“

HumanCyborg – Mag. Elke Kristina Hackl & SchülerInnen der 5C / BORG Bad Leonfelden

Human Cyborg

„Humans must become cyborgs to stay relevant. (Elon Musk) Welche Funktionen sind es wert verbessert zu werden, wenn wir Menschsein über das Biologische hinweg denken und um, wie Elon Musk fordert, als Mensch relevant zu bleiben? Wir setzen uns mit der Relevanz des Menschen auseinander, fragen uns, welche Attribute verstärkt, erweitert oder hinzugefügt werden müssen, sodass der Mensch als Mensch relevant bleibt und visualisieren dies in einer Cyborg-Performance.“

HumanCyborg – Detailansicht

Barely Breathing – Shari Keplinger

Barely Breathing – Videoinstallation

„Now I feel like with every word they spoke a drop of poison crawled through my veins, leaving me dried out.. but it felt like an addiction. You know how much it damages you, how much it destroys you, but you stay, you can’t leave and stop it. It‘s like a black hole, once you are in, you can’t really get out anymore and the darkness starts consuming you. Zerissenheit, Erinnerungen, Erfahrungen, auf Papier niedergeschrieben, wieder verworfen oder erweitert. Zusammen ergibt dies einen Kreisel, der einem schweratmig werden lässt, der einem immer weiter und weiter zieht.

Projekt Lichtverschmutzung: „Wo sind all die Sterne hin?“ – Bertram Verdezoto Galeas

Lichtverschmutzung – Ausstellungsansicht

„Für die Umsetzung und Präsentation meines Projekts, habe ich mich an der astronomischen Fotografie orientiert. Spätestens nach der Entsendung des Hubble-Teleskopes in den Weltraum, sind den meisten Menschen die farbenprächtigen Aufnahmen entfernter Galaxien vertraut. Gerade zur Weihnachtszeit erhellen wir uns gerne zusätzlich, mit diversen Weihnachtsbeleuchtungen, die „ach so finstre Nacht“. Aber auch abseits der „Kaufrauschmeilen“ zeigen einige (am Tag unscheinbare) Architekturen, des Abends ihr hell erleuchtendes Potential.
Fotografisch eingefangen, erinnerten sie mich auch schon ohne Abstraktion an Aufnahmen die mir bekannten Bilder aus dem Weltraum:
Dies brachte mich wiederum auf die Idee, die gemachten Bilder in eine, der stellaren Fotografie noch ähnlichere Komposition zu bringen. Durch Veränderung der zum Beispiel Farb-, Kontrast- und Helligkeitswerte entstanden so die endgültigen Bilder für die Präsen- tation. Einige der Bilder bekamen eine zusätzliche, verdoppelnde Ebene:

Für die Finalisierung bekamen die Fotos eine leichte Bewegungsanimation und einen Überblendungseffekt zwischen den Bildern. Zusätzlich war mir wichtig eine auditive Ebene hinzuzufügen. Die verschiedenen aufgenommenen Lärmverschmutzungs-Töne zur ersten Fotoserie (siehe: Konzept), sollten den Lichtverschmutzungs-Ansatz verstärken, beziehungsweise als auditive Irritation zum Gezeigten dienen. Ich mischte diese Ge- räusche zu den von mir komponierten „sphärischen“ Klängen. Diese Klänge sollten den Betrachter*die Betrachterin bei der von mir gewünschten „galaktischen“ Assoziation unterstützen.
In der Insolation wirft ein Beamer die Bilder dann an die Decke eines abgedunkelten Raumes. Der Betrachter / die Betrachterin wird durch vorhandene Sitzpolster eingeladen sich hinzulegen, um das Erleben des Blickes in den Himmel zu vertiefen.“

 

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