Hier entsteht ein Archiv für Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources), die für Lehre und Forschung im Medien-Kunst-Bildungskontexten zur Verfügung gestellt, bzw. mit den Lehrenden und Studierenden erarbeitet werden.

Was wäre , wenn die Schulgemeinschaften der technologieorientierten Computerindustrie nicht als »kritische Masse«, sondern als eine Gemeinschaft »kritischer NutzerInnen« entgegentreten würden?

Mit dem Potenzial, welches die Schulen Europas oder gar weltweit nicht als Markt, sondern als Interessensgemeinschaft darstellen, könnte eine ganz neue Form der Ressourcenbereitstellung im Sinne einer Open-Source-Bewegung – und ich sage hier bewusst nicht Industrie – ins Leben gerufen werden, die den Anforderungen, die diese Gemeinschaft an die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) als Lehr- und Lernmedien stellt, nachkommen würde.

Schule bedeutet hier noch immer, kritisches Bewusstsein zu fördern und kann sich nicht mit dem einfachen Bedienen gängiger Software begnügen. Ein Teil der Bildung umfasst unbedingt das Lernen von Kulturtechniken. Freie Software schafft, so denke ich, einen informationellen Freiraum. Entscheidend ist, dass sie für jeden verfügbar ist und mit ihrer Hilfe ein von kommerziellen Interessen unabhängiger Raum entsteht. Angesichts der zunehmden Kommerzialisierungstendenzen von Bildung erscheint mir dieser freie Raum für den Bildungsbereich besonders wichtig (Auszug aus dem Buch von Stefan Sonvilla-Weiss (2003), Virtual School – Kunstnetzwerk.at Partizipative Medienkultur in der Virtuellen Bildungslandschaft Österreich