Das war Make … !

Dokumentation des Symposiums

Symposium: 24. Mai bis 25. Mai 2018
Begrüßung und Keynote: Donnerstag 24.5., 18.00 Uhr
Ort: Ars Electronica Center, Linz

Daten und Information gelten als wichtigste Rohstoffe zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Das fossile Zeitalter ist absehbar, der Planet Erde mit seinen schier unerschöpflichen Rohstoffreserven ist begrenzt im Gegensatz zur scheinbar unbegrenzten Generierung von Daten- und Informationstransfers.

Die Kombination aus neuen Ideen, der Rezeption traditioneller angepasster Technologien und der Nutzung der Potenziale moderner Technologien und Wissenschaft kann immer wieder Lösungen skizzieren, die mit weniger Materialverbrauch, weniger Umweltbelastung und weniger Zerstörung von Ressourcen auskommen.

Weltweit entstehen neue überwiegend nutzen- statt profitorientierter Bewegungen, die auf alternativen Konzepten, Strategien und Praktiken basieren, wie z.B. Shared-Economy, Free Culture, Open Source, DIY-Maker Culture, Mindfulness, Hydroponic, Mapping, Access, Power, Speculative Fiction, etc.

Zusammen mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen wollen wir unterschiedliche Projekte und Visionen vergleichen, Kooperationen und Strategien entwickeln, um gemeinsame Prozesse interdisziplinär zu ermöglichen und multisensuell erfahrbar zu machen.

Das Symposium wird von der Studienrichtung Mediengestaltung Lehramt an der Kunstuniversität Linz in Kooperation mit dem Ars Electronica Center veranstaltet. Zielgruppen sind die interessierte Öffentlichkeit, Studierende, Kunst- und Kulturschaffende und Lehrer*innen.

Vortragende/Künstler*innen/Wissenschaftler*innen: Christina Gruber, Elke Hackl, Dietmar Offenhuber, Ulla Rauter, Patrícia J. Reis, Clemens Schneider, Stefan Sonvilla-Weiss, Time’s Up, u.a.

Eine Veranstaltung der Abteilung Mediengestaltung Lehramt Institut für Kunst und Bildung, Kunstuniversität Linz.

Begrüßung durch Stefan Sonvilla-Weiss

 

Data Bricolage

Keynote von Dietmar Offenhuber

Dietmar Offenhuber beschäftigt sich in seiner Keynote mit Ansätzen der kollaborativen „Lesbarmachung“ der physischen, sozialen und politischen Umwelt. Es soll gezeigt werden, dass Daten nicht als neutrale Fakten, sondern als hybride Artefakte zu verstehen sind, die eng mit sozialen Praktiken, Infrastrukturen und materiellen Aspekten verwoben sind.

Dietmar Offenhuber bei seiner Keynote „Data Bricolage – Mcgyvering Data Infrastructures“.
Datensätze und Karten bestimmen unser Weltbild. Public Labs und improvisierte Strukturen (improstructures) bieten neue Möglichkeiten im Alltag und besonders in Zeiten der Krise.

Eröffnung

It’s a tiny rainforest!

Workshop mit Clemens Schneider

Der Workshop beschäftigt sich mit dem Aquarium als Raum für Verdichtung und Projektion, in dem sich sowohl ökologische und ästhetische Vorgänge als auch Strategien kennenlernen und ausprobieren lassen.

Im Workshop „It’s a tiny rainforest“ von Clemens Schneider wurden Modell-Aquarien erarbeitet die zur Simulation von Mini-Biosphären dienen können.

Homo reciprocans/cooperative Human – futuring exercise

Workshop mit Time’s Up

Das KünstlerInnen-Kollektiv Time’s Up gewährt Einblick in ihre künstlerische Arbeitsweise und erlaubt mit einer partizipativen, spielerischen, kurzweiligen „futuring exercise” Denkanstöße zum weiteren Imaginieren von möglichen Zukünften.

Das Künstlerkollektiv Time’s Up, hier im Bild Tim Boykett und Tina Auer, gewährten einen Einblick in ihre Arbeitsweise und erlaubten mit einer partizipativen, spielerischen, kurzweiligen “futuring exercise“ Denkanstöße zum weiteren praktisch-utopischen Imaginieren von möglichen Zukünften.

Creative Programming-Augmented Intelligence durch Wearables

Workshop mit Elke Hackl

Wir wollen das Thema Artificial Intelligence zu Augmented Intelligence umformen und versuchen, die menschlichen Codes der Kommunikation mithilfe von schlichten Komponenten des Physical Computing zu übersetzen und sie so sichtbar und tragbar zu machen.

In Elke Hackls Workshop „Creative Programming – Augmented Intelligence durch Wearables“ wurden menschliche Codes der Kommunikation mithilfe von Physical Computing übersetzt und sicht-/tragbar gemacht.

L.I.R.L – Login in Real Life

Workshop mit Christina Gruber

In diesem Workshop wollen wir mithilfe von historischem Kartenmaterial, Luftbildaufnahmen und öffentlich zugänglichen Geoinformationssystemen alternative Karten erstellen, die die Vielschichtigkeit unseres sozialen Raumes aufzeigen, insbesondere mit der Ausweitung auf den digitalen Raum.

Karten existieren um uns das Navigieren im Raum zu erleichtern. Der Workshop „Login in Real Life“ beschäftigte sich mit alternativen Kartierungsmodellen und wie diese ausschauen könnten. Die Produktion einer Karte bedeutet einen bestimmten Blickwinkel herauszuarbeiten und diesen mit gewählten Parametern zu verfestigen.

Future Matters

Workshop mit dem Team des Ars Electronica Center

Wir träumen von Materialien, die unsere Bedürfnisse kennen und sich selbst an wechselnde Situationen und andere Umstände anpassen. In dem Workshop, bei dem lustvoll-kreatives Experimentieren mit programmierbaren Werkstoffen auf dem Plan steht, werden die TeilnehmerInnen zu MaterialforscherInnen.

Der vom Ars Electronica Center angebotene Workshop „future matters – das Material aus dem unsere Zukunft ist?!“ ermöglichte Einblicke in programmierbare Werkstoffe sowie deren sofortigen Einsatz.

Kollektive Komposition

Workshop mit Ulla Rauter

Wie klingt ein Kollektiv? Nach einer kurzen Vorstellung von Konzepten kollektiven Komponierens werden wir zuerst den realen Raum mit selbst generierten Klängen in Schwingung versetzen, um dann eine interaktive, partizipative Sound-Wolke im Netz ins Leben zu rufen.

Der Workshop „Kollektive Komposition“ von Ulla Rauter vermittelte künstlerische Strategien und technologische Mittel für gemeinschaftliche und partizipative Klangkompositionen.

Hackerspaces Cultures: Speculations on Bioenergy towards an Alternative Desired Future

Workshop mit Patrícia Reis

Dieser Workshop lädt die TeilnehmerInnen dazu ein, Science-Fiction-Visionen zu analysieren, diese kritisch zu hinterfragen und sich Gedanken zu machen, wie man eine Maschine bauen könnte, die mit Kristallenergie oder Kartoffelbatterien betrieben wird.

„Hackerspace cultures: Speculations on bioenergy towards an alternative desired future“ von Patrícia Reis stellte sich die Frage, wie wir uns eine nachhaltige globale Zukunft vorstellen können und welche Werkzeuge uns dafür zur Verfügung stehen.

Wrap Up: Make… cooperative futures

mit allen Workshopleiter*innen und Teilnehmer*innen 

 

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